Stolpersteine

Auch in Alzey wurden ansässige jüdische Bürger im nationalsozialistischen System enteignet und in die Konzentrationslager deportiert, wo sie dann systematisch ermordet wurden. Die Recherche der Verfolgung ist schwierig, und der Verein konnte zwei Alzeyer Experten dafür gewinnen: Das sind Dr. Dieter Hoffmann und Renate Rosenau. Beide haben sich schon seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt.
Ziel war es für den Altstadtverein, auch in Alzey Mahnmale zu setzen, um an diese Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. So nahm der Altstadtverein 2010 Kontakt zu dem Künstler Gunter Demnig auf, der europaweit mit seinen Stolpersteinen aus Messing kleine Denkmale mit den Namen und Lebensdaten der Opfer in den Bürgersteig verlegt.
2011 wurden zusammen mit Schülern und Lehrern des Elisabeth-Langässer-Gymnasiums und des Gymnasiums am Römerkastell bereits 18 Steine verlegt, 2012 folgten weitere 16. Dieses Projekt wurde am 28. August 2013 unter der zusätzlichen Beteiligung des Landeskunstgymnasiums mit 18 Erinnerungssteinen fortgesetzt.
Am 18. November 2014 findet die vierte Aktion zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig statt. Ausgehend von der Veröffentlichung von Dieter Hoffmann: "...wir sind doch Deutsche" (1992) und Recherchen der Arbeitsgruppe Juden im Alzeyer Land im Altertumsverein Alzey erforschen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Römerkastell, des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums und des Aufbaugymnasiums mit ihren Lehrern die Biographien, die sie während der Stolpersteinverlegung der Öffentlichkeit vorstellen.